Wanderausstellung
"Licht und Schatten - Hoffnung begegnet dem Schrecken"
Bilder und Gedichte, die aus der Traumatherapie hervorgegangen sind
Anlässlich des 10. Jubiläums des Christlich-Psychologischen Beratungsdienstes im November 2008 hat Bettina Nowak diese Ausstellungkonzipiert. Auf erschütternde Weise geben die Bilder Einblick in die tiefe Zerstörung, die sexuelle Gewalt nach sich zieht. Gleichzeitig sind sie jedoch auch beeindruckendes Zeugnis davon, wie die beiden Künstler trotz und angesichts ihres unermesslichen Leides die heilsame Liebe Gottes erfahren haben.
Die Bilder stammen von einem Mann und einer Frau, beides Ratsuchende des Beratungsdienstes. Beide haben während ihrer gesamten Kindheit bis ins Jugendalter hinein schweren sexuellen und emotionalen Missbrauch erlebt.
Im Raum der Künstlerin sind neun Bilder und ihnen zugeordnete Gedichte bzw. Geschichten zu sehen. Die Bilder sind mit Pastellkreiden bzw. Buntstiften gemalt. Thematisiert werden Traumasituationen, Gefühle von Angst, Verzweiflung, Selbstverletzung, aber auch gleichzeitig das positive Eingreifen Gottes hinein in diese Abgründe menschlichen Erlebens. Da die Klientin in den Therapiestunden oft sprachlos war angesichts des erlebten Schreckens, ist das Malen der Bilder und das Schreiben der Gedichte für sie eine alternative Möglichkeit sich mitzuteilen, d.h. dem Schrecken Ausdruck zu verleihen und ihm ein „Gesicht“ zu geben.
In dem Raum des Künstlers sind neun sehr ausdrucksstarke und großflächig gemalte Bilder zu sehen. Sie sind mit Pastellkreiden gemalt und in dem Zeitraum von September 2006 bis März 2008 entstanden. Er ist Autodidakt und hat erst in der Therapie angefangen zu malen. Für ihn ist das Malen eine Möglichkeit sich selbst zu stabilisieren, d.h. sich von Traumasituationenzu distanzieren und mit heftigen Gefühlszuständen wie Aggression, Angst, Unruhe und Depression auf positive Weise umzugehen.
Drei der Bilder sind „Rundumbilder“, die auf kleinen Tischen liegen, so dass man sie von allen Seiten betrachten kann. Durch diesen Perspektivwechsel kann man immer neue Dimensionen der Bilder entdecken.
Die Motivation der Künstler, diese sehr persönlichen Gedichte und Bilder auszustellen, ist mehrschichtig. Hauptmotivation ist ihre Dankbarkeit Gott gegenüber, dass er in ihr Leben eingegriffen und ihnen Hoffnung und neuen Lebensmut geschenkt hat. Sie wollen Sprachrohr sein für die unzähligen Opfer sexuellen Missbrauchs. Die Betrachter sollen aufgerüttelt werden, nicht wegzusehen, sondern den Missbrauch aufzudecken, wenn sie damit in Berührung kommen. Außerdem möchten sie Betroffenen Mut machen, sich Hilfe zu holen und nicht aufzugeben.
Die Arbeiten zeigen erlebte Traumasituationen und intensive Gefühlszustände genauso wie Bilder und Gedichte, die Hoffnung und Frieden ausdrücken. In den letzteren wird ihre gemeinsame große Ressource, ihre intensive Gottesbeziehung sichtbar.
Die Ausstellung besteht aus drei Bereichen. In dem „Empfangsbereich“ sind jeweils drei Bilder beider Künstler zu sehen. Sie sollen den Betrachter auf die Ausstellung einstimmen. Danach ist die Ausstellung aufgeteilt in jeweils einen Raum für jeden Künstler.
Die Ausstellung ist als Wanderausstellung konzipiert, so dass Interessierte sie auch an anderer Stelle präsentieren können. Es ist unser Anliegen, sie möglichst vielen Menschen zugänglich zu machen.Wenn Sie Näheres über die Ausstellung erfahren wollen, schicken wir Ihnen gerne weitere Informationen zu. Die Ausstellung ist als Wanderausstellung konzipiert und kann in Kooperation mit uns an anderen Orten gezeigt werden.
Zur Ausstellung gehören:
· 24 Bilder, Rahmengröße 60 x 80 cm
(darin enthalten sind 9 Gedichte bzw.
Geschichten)
· 24 Bildbeschreibungen
· Aufhängevorrichtungen für die
Rahmen
· 3 kleine Tische (für Rundumbilder)
· 2 Bilderkoffer für jeweils 12 Bilder



